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Fr, 17. November 19:30 Hinterbühne  

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Einige Nachrichten an das All

von Wolfram Lotz
Produktion des Theaterjugendclubs „Sorry, eh!“ am Schauspiel Leipzig
Mit: jugendlichen Spielerinnen und Spielern aus Leipzig und der Region

 „Ich muss ja diese Geschichte erzählen.
Was soll ich denn sonst tun?“

Es sind Figuren, die nach dem Sinn des Lebens suchen, um sich gegen das Gefühl innerer Leere zu wehren; die aufbegehren, wiedergeboren werden oder von den Toten auferstehen, um etwas zu finden, für das es sich zu leben lohnt. Etwas, das ihnen eine Berechtigung gibt, zu existieren. Etwas, das die Dinge als Zeugnis ihrer Existenz überdauert.
Vielleicht können in das All gesendete Nachrichten eine Lösung sein? Doch was für eine Nachricht ist wertvoll genug, um als Essenz menschlichen Seins zu gelten?

Mit Wolfram Lotz’ „Einige Nachrichten an das All“ untersucht der Theaterjugendclub „Sorry, eh!“ die Grenzen zwischenmenschlicher und medialer Kommunikation. Das Stück, das mit seinen unmöglichen Regieanweisungen und unzähligen Fußnoten einmal als das „größenwahnsinnigste, klügste, unfasslichste und unverschämteste [Theaterstück] der Gegenwartsdramatik“ bezeichnet wurde, widersetzt sich charmant allen Regeln klassischer Dramatik. Es entsteht eine Versuchsanordnung durch verschiedenste Wirklichkeitsschichten, die die Frage stellt, welche Rolle individuelle Sehnsüchte und Ängste in einer zunehmend über „soziale“ Netzwerke definierten Welt noch spielen können.
Alles nur noch Weltraumschrott?

Der Theaterjugendclub „Sorry, eh!“ am Schauspiel Leipzig wurde in der Spielzeit 2013/14 gegründet und wird von dem Schauspieler/Regisseur Yves Hinrichs geleitet. Mit Produktionen wie FROZEN (EISRAUSCHEN) und NEVER EVER DISCONNECTED nach Falk Richter sowie WUNDERLAND nach Gesine Danckwart wurde der Jugendclub bereits mehrfach zu Festivals eingeladen, u. a. zum Theatertreffen der Jugend 2016 Berlin, zum Bundestreffen der Theaterjugendclubs 2016 sowie zum Theatertreffen der Jugend in der Schweiz, 2016.

„Ins Spiel integrierte Live-Musik, gewitzte chorische Passagen, kleine Choreographien, jugendlicher Übermut im Spiel. Und ein unbefangener Zugriff auf zeitgenössische Stoffe. [...] Verspielte Komik und großartige Bilder.“ LVZ

Premiere: 24. Februar 2017
Spieldauer ca. 2:00, keine Pause