Philipp Preuss "Rondy:Hauser &Wirth"
aus der Serie "FAIR:69  Galleries"
Öl auf Leinwand/2006-2008/50 x 70 cm
Zur Bildergalerie (© Rolf Arnold)

THE FAIR PLAY

Installation von Philipp Preuss

„Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ — Bertolt Brecht

Kunstmessen von Basel über Miami bis Hongkong zeugen von der durchgehenden Neoliberalisierung von Kunst. Die Kunstmesse als performativer Ort und als  Kunstdispositiv hat längst Museen und Kunstvereine als Diskursbeschleuniger abgelöst. Ökonomischer Mehrwert ist die neue Aura, Kunstgeschichte wird privatisiert und das Auktionsergebnis gilt als die kunstgeschichtliche Einschreibung im Zeitalter des Pointillismus der Red Dots, des kapitalistischen Surrealismus und der aufmerksamkeitsökonomischen Maximal Art.

Hausregisseur und bildender Künstler Philipp Preuss untersucht in „The Fair Play“ die Kunstmesse als profanisiertes Hochamt, den Event als Flohmarkt und die Messe als zeitgenössische und radikale Form des inszenierten Readymade-Kuratierens: Die Koje ist Bühne, Künstler sind Figuren, Gallerinas ein Chor, die Galerie ist Rahmenbedingung für Bilder von Erfolg, Bedeutung, Resonanz. Systemkritisch und somit systemrelevant! Buy this!

Nach Ausstellungen in Bregenz, Wien, Mailand, Berlin zeigt Hausregisseur Preuss nun in Leipzig „THE FAIR PLAY“. Wir freuen uns, folgende international renommierte Galerien in Leipzig begrüßen zu dürfen:

Boressoa (Lissabon, Buenos Aires)
Petrolio Inc. (Rom, Mailand)
The Timon Gallery (London)
Lavar (Paris)
Cigmountain & Farmer (New York, Los Angeles)
Winzinger (Berlin, Wien)
Ribben und Weentjes (Berlin, Amsterdam)