Tagebuch eines Wahnsinnigen

nach Nikolai Gogol
Fassung für Theater von Werner Buhss
Der kleine Beamte Poprischtschin verweigert sich radikal der Gesellschaft und seiner ihm darin zugewiesenen Rolle. Er fühlt sich zu Höherem berufen und durch die Umstände seiner jämmerlichen Existenz gekränkt. Es beginnt eine schleichende Absage an die Realität. In letzter Konsequenz bleibt ihm nur die totale Einsamkeit seiner wahnsinnigen Traumwelt, in der er mit Hunden sprechen und zum König von Spanien gekrönt werden kann.

Mit Aksenti Poprischtschin hat Nikolai Gogol eine Figur geschaffen, die an der entfremdeten Existenz des Menschen in der modernen Gesellschaft zugrunde geht und direkt bis in die Gegenwart weist. Obwohl aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, enthält die Gogolsche Welt bereits die kafkaesken, surrealen Szenarien der Moderne.

Mit ihrem szenischen Projekt untersucht Kristina Seebruch anhand des Gogolschen Stoffes das Theater als Raum, in dem sich Realität und Fiktion vermischen, in dem Sprache eine Fiktion, die gleichzeitig zur physischen Anwesenheit eine zweite Realität darstellt, evozieren kann.
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Spieldauer

ca. 1:10, keine Pause

Besetzung

Team

Ausstattung: Marianne Heide
Dramaturgie: Katja Herlemann