Leipziger Tanztheater

Das Leipziger Tanztheater ist mit den Juniorcompanys der Jüngeren und Älteren zu Gast im Schauspielhaus. Zu sehen sind die Stücke „Wellenlänge“ von Marie Haußdörfer (Premiere), „ohne.viel.mehr.“ von Brit Böttge und „Sinnesreise“ von Maria Seidel.
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Wellenlänge (Premiere)

Tanztheaterstück von Marie Haußdörfer mit der Juniorcompany der Älteren (14-18 Jahre)

Nach der Dunkelheit kam das Licht und mit jedem Strahl die Farben. Jeder Mensch hat eine Lieblingsfarbe, jeder Mensch empfindet Ästhetik, jeder Mensch bewundert die Licht- und Farbenspiele der Natur.

In „Wellenlänge" werden die zwei visuellen Künste, der Tanz und die Malerei, verbunden und fließen ineinander. Der Tanz wird zu einem überdimensionalen Gemälde, dass das Publikum im Entstehungsprozess beobachten kann. Farben, die sich verändern, ineinander fließen, ein Eigenleben entwickeln, einander überdecken, verwaschen, vermischen, Kontraste bilden, hervorstechen.

Marie Haußdörfer beschäftigt sich gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern des LTT mit dem ursprünglichen Schönheits- und Farbempfinden. Neben dem optischen, wird auch ein emotionaler Zugang zu Licht, Schatten und Farbspiel untersucht. Das Ergebnis ist die künstlerisch dargestellte, gemeinsame Wellenlänge, in der Musik, dem Tanz oder der Farbe.

Der choreografische Prozess ist inspiriert durch William Turners Gemälde „Light and Colour“ (1843), Johann Wolfgang Goethes Werk „Zur Farbenlehre“ (1810) und Isaac Newtons Entdeckung der Aufspaltung des weißen Lichts (1671).

ohne.viel.mehr.

Wer nichts hat, möchte etwas. Wer etwas hat, möchte mehr. Wer mehr hat, möchte noch mehr.

Wer nichts hat, möchte etwas. Wer etwas hat, möchte mehr. Wer mehr hat, möchte noch mehr.

Wer kennt die Geschichte vom „Hans im Glück“? Hans ist im Besitz eines riesigen Goldklumpens. Der macht ihn eigentlich zu einem reichen Mann. Doch er tauscht ihn gegen ein Pferd, das Pferd gegen eine Kuh usw. So kommt ihm all sein Besitz abhanden. Nach jedem Tausch ruft er: „Ich bin ein echter Glückspilz!“ Was von außen aussieht wie ein langes Scheitern ist für Hans eine Erfolgsgeschichte. Am Ende fällt auch noch sein letzter Besitz in einen Brunnen und Hans fühlt sich frei und glücklich wie noch nie.

Mit „ohne.viel.mehr.“ erzählen die Tänzerinnen und Tänzer eine Geschichte darüber, was Besitz aus Menschen machen kann. Sie ergründen, ob weniger zu haben einen Mehrwert bedeuten kann und stellen die Frage, ob Trennung von Eigentum und Status vielleicht wirklich eine Befreiung ist.

Sinnesreise

Tanztheaterstück von Maria Seidel mit der Juniorcompany der Jüngeren (6-13 Jahre)


Die meisten Menschen erfahren das Leben mit ihren fünf Sinnen. Diese entwickeln sich in den ersten Jahren, werden jedoch oft durch unseren späteren Alltag nicht mehr in ihrer Intensität wahrgenommen.

Genau diese Erfahrung macht Tiva im Tanztheaterstück „Sinnesreise“. Die Zuschauer begleiten Tiva, wie sie durch wachsende Natur, springende Farben, einzelne Berührungen und ungewöhnliche Geräusche zu ihren Sinnen zurückfindet. Ihre Entdeckungsreise durch die Sinneswelten ist nicht immer einfach. So erlebt Tiva, wie hilfreich ihre verloren geglaubte Neugier, ihre schlummernde Fantasie und dafür nötige Konzentration sein können, um dies zu bewältigen.

Die „Sinnesreise“ schafft ein Bewusstsein der Sinne und ihrer Wichtigkeit im Leben.

Weitere Informationen:
www.leipzigertanztheater.de