The Juliet Duet

Erna Ómarsdóttir (Reykjavík) / Halla Ólafsdóttir (Stockholm) / Artists in Residence
Vorspiel auf dem Theater: Zwei isländische Choreographinnen sorgen im Jahr 2018 im Theater am Gärtnerplatz in München mit einem fulminanten „Romeo & Julia“-Ballettabend für Furore. 20 TänzerInnen, Orchester, jede Menge Kunstblut, echtes Feuer. Alle sind Romeo und alle sind Julia. Ein physisch intensives, ausuferndes Bühnenspektakel um eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur.
Mit ihrer neuen Produktion „The Juliet Duet“ knöpfen sich Ómarsdóttir und Ólafsdóttir das Ballettstück erneut vor und machen das genaue Gegenteil: Sie fokussieren ganz auf die Figur der Julia. Sie tanzen selbst und setzen anstelle der ganz großen Inszenierung auf die unmittelbare Begegnung mit dem Publikum. An Intensität wird jedoch nicht gespart. Sergei Prokofjews Partitur aus dem Jahr 1935 dient als Vorlage für ein Tanz-Konzert, in dem die Stimme als unsichtbarer Körper und die Musik als Erweiterung des Körpers im Raum eingesetzt werden. Dabei beabsichtigen sie nichts weniger, als einen Exorzismus an den jahrhundertealten repressiven Körperideologien des klassischen Balletts zu begehen.
Erna Ómarsdóttir tanzte in Stücken von u. a. Jan Fabre, Anne Teresa de Keersmaeker, Les Ballets C de la B, Björk oder Jóhann Jóhannsson, bevor sie sich in den letzten Jahren zunehmend auf ihre eigenen Choreographien konzentrierte. Seit 2018 ist sie künstlerische Leiterin der Iceland Dance Company in Reykjavík.
Die in Stockholm lebende isländische Künstlerin, Tänzerin und Choreographin Halla Ólafsdóttir widmet sich in ihrem Schaffen stets dem Bemühen, die Begriffe Tanz und Choreographie zu erweitern. Als Performerin spielte sie 2015 die Hauptrolle in dem Spielfilm „Under Influence“ von Sidney Leoni.

www.shalala.is
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Premiere im März/April 2021