IMMER EINE MEHR ALS DU (UA)

von Lina Wegner
Ava und Emmi kennen das Leben nur zu zweit. Sie hatten die gleiche Kindheit, nur um wenige Jahre versetzt: Die Schaukel im Garten, die Bettwäsche mit den Blümchen, der Disney-Film, der an einer Stelle der Videokassette immer einen kleinen Ruckler macht, die blaue Tasse mit dem abgesplitterten Rand, aus dem der Kakao am besten schmeckt – all diese Erinnerungen und noch viel mehr teilen die beiden Schwestern. Auch wenn sie inzwischen älter geworden sind, sind sie einander beste Freundinnen, Seelenverwandte, Verbündete im Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der Welt. Kurz: eine Schicksalsgemeinschaft.

Doch nun zieht Ava zum Studieren in eine andere Stadt und entfernt sich damit nicht nur räumlich von ihrer jüngeren Schwester. Zum ersten Mal im Leben der beiden schlafen sie nicht jede Nacht Tür an Tür, zum ersten Mal scheinen sie sich auch ohneeinander weiterzuentwickeln. So weit, so gut, aber wieso ruft Emmi eigentlich nur an, wenn sie mal wieder Hilfe von ihrer großen Schwester braucht? Und warum ist Ava immer nur wütend auf die Welt?
Die sonst so selbstverständlich liebevolle Beziehung der beiden Schwestern und ihr gemeinsames Verständnis vom feministischen Kampf für eine gerechtere Welt wird auf die Probe gestellt. Die beiden müssen sich fragen: Was, außer der gleichen Kindheit, verbindet uns miteinander?

Lina Wegner inszeniert die Uraufführung ihres eigenen Textes über schicksalhafte Verbundenheit und Schwesternschaft im Foyer 1.
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Premiere am 29. Mai 2026
Foyer 1

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Besetzung

Team

Bühne und Kostüme: Meta Witte
Bühne und Video: Hannes Barginde
Musik: Gregory Weis
Dramaturgie: Julia Buchberger