Auftragswerk des Schauspiel Leipzig
Der Riss (UA)
Willkommen in Lümow — ein kleines, ländliches Idyll. Ein Dorf, umgeben von Natur, wo der Puls der Zeit noch nicht den Takt diktiert. Alle kennen sich. Alles hat seine Ordnung. Gemeinsame Angelegenheiten werden in regelmäßigen Versammlungen in Angriff genommen. Zugepackt wird, wo es nötig ist. Wo Meinungsverschiedenheiten auftreten, wird weiterdiskutiert. Und weiter. Bis es einen Kompromiss gibt. Gelebte Basisdemokratie also. Deswegen dürfen die Enten im Dorfteich beispielsweise nur noch mit Cola zero KF, zucker- und koffeinfrei, aufgepäppelt werden.
Allerdings erfährt das ein oder andere Vorhaben einen direkten Dämpfer. Denn die leeren Kassen bremsen jedes kostspielige Projekt von vornherein aus. So bleibt auch der neue Riss im Asphalt der Dorfstraße erst einmal, wo er ist — halb so wild, darüber sieht man hinweg. Als neue Fahrbahnmarkierung hat er sogar einen Zweck! Die Not wird zur Tugend und alles geht seinen gewohnten Gang.
Bis Anna auftaucht. Sie hat Lümow als Ausgangspunkt für ihre vielversprechenden unternehmerischen Pläne ausgesucht. Im alten Kornspeicher soll bald ihr Start-up entstehen, Raum für kreative Köpfe bieten und ganz nebenbei für etwas Aufschwung vor Ort sorgen. Wer weiß, vielleicht hält damit sogar ein kleiner Wohlstand Einzug im Dorf. Die Aussicht auf Veränderung, vielleicht Risiko, sorgt für Unruhe im ländlichen Leben. Mit ihren innovativen Vorhaben stößt die junge Unternehmerin auf ein geteiltes Echo in der Gemeinde. Die Meinungen gehen auseinander. Und während man sich hitzig über eine Neuausrichtung der kommunalen Wirtschaft auseinandersetzt, gerät ein anderer Schauplatz etwas aus dem Blick und zunehmend außer Kontrolle. Denn der Riss wächst stetig an. Vom Schönheitsfehler im Straßenbild zum lästigen Verkehrshindernis, weiter zur räumlichen Trennung im Dorf und zur ideologischen Frage, an der sich die Geister scheiden.
Marco Damghanis neues Auftragswerk über ein zunehmend raumgreifendes Problem, das von den Betroffenen angestrengt wegignoriert wird, kommt als humoristische Groteske auf die Bühne. Wie in vorangegangenen Arbeiten beschäftigt er sich als Autor und Regisseur fortlaufend mit Fragen des Politischen sowie der Verbindung von Persönlichem und Systemischem. Seine am Schauspiel Leipzig entstandenen Arbeiten „Die Leiden des jungen Azzlack“ und „Anouk & Adofa“ wurden u. a. mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet und zu den Autor:innentheatertagen des DT Berlin eingeladen. Mit „Die Allerletzten“ vom Maxim Gorki Theater gastierte er zuletzt beim Festival „radikal jung“ 2026.
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Allerdings erfährt das ein oder andere Vorhaben einen direkten Dämpfer. Denn die leeren Kassen bremsen jedes kostspielige Projekt von vornherein aus. So bleibt auch der neue Riss im Asphalt der Dorfstraße erst einmal, wo er ist — halb so wild, darüber sieht man hinweg. Als neue Fahrbahnmarkierung hat er sogar einen Zweck! Die Not wird zur Tugend und alles geht seinen gewohnten Gang.
Bis Anna auftaucht. Sie hat Lümow als Ausgangspunkt für ihre vielversprechenden unternehmerischen Pläne ausgesucht. Im alten Kornspeicher soll bald ihr Start-up entstehen, Raum für kreative Köpfe bieten und ganz nebenbei für etwas Aufschwung vor Ort sorgen. Wer weiß, vielleicht hält damit sogar ein kleiner Wohlstand Einzug im Dorf. Die Aussicht auf Veränderung, vielleicht Risiko, sorgt für Unruhe im ländlichen Leben. Mit ihren innovativen Vorhaben stößt die junge Unternehmerin auf ein geteiltes Echo in der Gemeinde. Die Meinungen gehen auseinander. Und während man sich hitzig über eine Neuausrichtung der kommunalen Wirtschaft auseinandersetzt, gerät ein anderer Schauplatz etwas aus dem Blick und zunehmend außer Kontrolle. Denn der Riss wächst stetig an. Vom Schönheitsfehler im Straßenbild zum lästigen Verkehrshindernis, weiter zur räumlichen Trennung im Dorf und zur ideologischen Frage, an der sich die Geister scheiden.
Marco Damghanis neues Auftragswerk über ein zunehmend raumgreifendes Problem, das von den Betroffenen angestrengt wegignoriert wird, kommt als humoristische Groteske auf die Bühne. Wie in vorangegangenen Arbeiten beschäftigt er sich als Autor und Regisseur fortlaufend mit Fragen des Politischen sowie der Verbindung von Persönlichem und Systemischem. Seine am Schauspiel Leipzig entstandenen Arbeiten „Die Leiden des jungen Azzlack“ und „Anouk & Adofa“ wurden u. a. mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet und zu den Autor:innentheatertagen des DT Berlin eingeladen. Mit „Die Allerletzten“ vom Maxim Gorki Theater gastierte er zuletzt beim Festival „radikal jung“ 2026.
Premiere am 04. Februar 2027
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