Das Vermächtnis
(The Inheritance)
Ein so groß angelegtes Gegenwartspanorama wie Matthew López’ „Das Vermächtnis“ ist etwas Außergewöhnliches in der zeitgenössischen Dramatik. In der Summe der Episoden, Figuren und ihrer Geschichten entsteht ein intensiv erzähltes Theatererlebnis für ein großes Spielensemble und eröffnet die Saison 2026 / 27 „Wir-Gesänge“.
Beginnend im New York des Jahres 2015 kreuzen sich die Wege der Figuren. Zwei Paare stehen im Zentrum der Episoden, Walter und Henry sowie Eric und Toby; viele weitere Figuren ergänzen das „Vermächtnis“.
In Szenen und Monologen, Rückblenden und Traumsequenzen begleiten wir sie über Jahre — ihre Hoffnungen, ihre Sehnsüchte und Ängste, ihre sehr verschiedenen Ansichten und Lebensentwürfe.
Walter und Henry kamen 1981 nach New York, auf der Suche nach Freiheit — kurz vor Beginn der AIDS-Epidemie, deren Ängste und deren Folgen sie unmittelbar erlebt haben. Eric, Toby und deren Freunde stehen in ihren Dreißigern. Sie leben ihre Freiheit, sie stehen vor ersten beruflichen Erfolgen — und, seit es die Ehe für alle gibt, vor der Frage: Wollen sie heiraten? HIV / AIDS ist für sie eine beherrschbare Krankheit geworden, sofern Zugang zu den entsprechenden Medikamenten besteht.
Aus der Begegnung dieser zwei Generationen, ihren Erfahrungen und Lebenserwartungen entsteht die besondere Kraft und Dynamik dieses Stückes. Was ist Wahrheit? Was ist Liebe? Was ist Freiheit? Die Wege der Figuren sind einerseits geprägt von individuellen Entscheidungen — andererseits von Umständen und Bedingungen, die lange vor ihnen selbst in Geltung getreten sind. Vermächtnisse gewissermaßen.
Matthew López hat für „Das Vermächtnis“ die wichtigsten Theater-Preise Großbritanniens und den USA gewonnen: den Laurence Olivier-Award 2019 und den Tony Award 2020, je für das beste Theaterstück der Saison.
Die zwei Teile, aus denen „Das Vermächtnis“ besteht, sind eng aufeinander bezogen: Szenen und Situationen spiegeln sich und nehmen aufeinander Bezug; Motive verschränken sich, Figuren begegnen sich.
Das ist für das Schauspiel Leipzig Anlass, die beiden Teile dieses Theater-Ereignisses auch an einem Tag anzubieten und als ca. siebenstündige Aufführung nacheinander erlebbar zu machen. „Das Vermächtnis“, als wahrlich großer Gesang auf die Gegenwart.
Als Vermächtnis an uns alle erweisen sich dabei auch jene Erfahrungen kollektiver Verwundbarkeit, wenn sich Unterschiede von Status, Begehren oder Lebensentwürfen auflösen in Zeiten von Krankheit, Angst oder Verlust. Und trotzdem gibt das Stück nie auf. Es glaubt daran, dass Menschen sich begegnen können. Dass Fürsorge möglich ist. Dass Gemeinschaft möglich ist. „Das Vermächtnis“ erinnert daran, dass Gemeinschaft sich nicht in Selbstbildern bewährt, sondern im Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit. Wir alle leben in einem Vermächtnis. Wir sind nicht die Ersten. Und wir werden nicht die Letzten sein.
Mit dieser Inszenierung eröffnet Enrico Lübbe die finale Spielzeit seiner Intendanz am Schauspiel Leipzig. Zum Regieteam gehören die Bühnenbildnerin Katrin Nottrodt, die nach „Luna Luna“ ans Schauspiel Leipzig zurückkehrt, sowie die Kostümbildnerin Sabine Blickenstorfer und Bert Wrede für die Musik — beide wirkten zuletzt an Shakespeares „Richard III“ mit.
Beginnend im New York des Jahres 2015 kreuzen sich die Wege der Figuren. Zwei Paare stehen im Zentrum der Episoden, Walter und Henry sowie Eric und Toby; viele weitere Figuren ergänzen das „Vermächtnis“.
In Szenen und Monologen, Rückblenden und Traumsequenzen begleiten wir sie über Jahre — ihre Hoffnungen, ihre Sehnsüchte und Ängste, ihre sehr verschiedenen Ansichten und Lebensentwürfe.
Walter und Henry kamen 1981 nach New York, auf der Suche nach Freiheit — kurz vor Beginn der AIDS-Epidemie, deren Ängste und deren Folgen sie unmittelbar erlebt haben. Eric, Toby und deren Freunde stehen in ihren Dreißigern. Sie leben ihre Freiheit, sie stehen vor ersten beruflichen Erfolgen — und, seit es die Ehe für alle gibt, vor der Frage: Wollen sie heiraten? HIV / AIDS ist für sie eine beherrschbare Krankheit geworden, sofern Zugang zu den entsprechenden Medikamenten besteht.
Aus der Begegnung dieser zwei Generationen, ihren Erfahrungen und Lebenserwartungen entsteht die besondere Kraft und Dynamik dieses Stückes. Was ist Wahrheit? Was ist Liebe? Was ist Freiheit? Die Wege der Figuren sind einerseits geprägt von individuellen Entscheidungen — andererseits von Umständen und Bedingungen, die lange vor ihnen selbst in Geltung getreten sind. Vermächtnisse gewissermaßen.
Matthew López hat für „Das Vermächtnis“ die wichtigsten Theater-Preise Großbritanniens und den USA gewonnen: den Laurence Olivier-Award 2019 und den Tony Award 2020, je für das beste Theaterstück der Saison.
Die zwei Teile, aus denen „Das Vermächtnis“ besteht, sind eng aufeinander bezogen: Szenen und Situationen spiegeln sich und nehmen aufeinander Bezug; Motive verschränken sich, Figuren begegnen sich.
Das ist für das Schauspiel Leipzig Anlass, die beiden Teile dieses Theater-Ereignisses auch an einem Tag anzubieten und als ca. siebenstündige Aufführung nacheinander erlebbar zu machen. „Das Vermächtnis“, als wahrlich großer Gesang auf die Gegenwart.
Als Vermächtnis an uns alle erweisen sich dabei auch jene Erfahrungen kollektiver Verwundbarkeit, wenn sich Unterschiede von Status, Begehren oder Lebensentwürfen auflösen in Zeiten von Krankheit, Angst oder Verlust. Und trotzdem gibt das Stück nie auf. Es glaubt daran, dass Menschen sich begegnen können. Dass Fürsorge möglich ist. Dass Gemeinschaft möglich ist. „Das Vermächtnis“ erinnert daran, dass Gemeinschaft sich nicht in Selbstbildern bewährt, sondern im Umgang mit der eigenen Verletzlichkeit. Wir alle leben in einem Vermächtnis. Wir sind nicht die Ersten. Und wir werden nicht die Letzten sein.
Mit dieser Inszenierung eröffnet Enrico Lübbe die finale Spielzeit seiner Intendanz am Schauspiel Leipzig. Zum Regieteam gehören die Bühnenbildnerin Katrin Nottrodt, die nach „Luna Luna“ ans Schauspiel Leipzig zurückkehrt, sowie die Kostümbildnerin Sabine Blickenstorfer und Bert Wrede für die Musik — beide wirkten zuletzt an Shakespeares „Richard III“ mit.
Zusatzhinweise zu sensiblen Inhalten in „Das Vermächtnis“ finden Sie hier.
mehr anzeigen
Premiere am 03. Oktober 2026
Große Bühne
Große Bühne
Spieldauer
Beide Teile an einem Tag:ca. 7:00, inkl. zwei kurzer und einer längeren Pause
Beide Teile an zwei Tagen:
Sa, 09.01. 19:30 (Teil 1)
So, 10.01. 16:00 (Teil 2)
Sa, 10.04. 19:30 (Teil 1)
So, 11.04. 16:00 (Teil 2)
Vor Ort ist ein gastronomisches Angebot erhältlich.
In dieser Inszenierung wird Stroboskoplicht verwendet.
Die Lautstärke dieser Inszenierung überschreitet stellenweise 95 Dezibel.
Besetzung
Niklas Wetzel als Junger Mann 1 / Adam / Leo
Konstantin Pfrötzschner als Junger Mann 2 / Paul Wilcox / Tucker / Junger Henry
Manuel Eistetter als Junger Mann 3 / Tänzer / Kellner / Dealer / Henrys Assistent / Pförtner 1
Jacob Agha Ebrahim als Junger Mann 4 / Jason 1 / Klinikmitarbeiter/ Junger Walter
Jeremias Beckford als Junger Mann 5 / Tristan / Tobys Agent / Peter West
Samuel Sandriesser als Junger Mann 6 / Jasper / Charles Wilcox / Pförtner 2
Álvaro José Sánchez Rosero als Junger Mann 7 / Jason 2 / Pförtner 3
Julius Forster als Junger Mann 8 / Eric Glass
Nicolas Streit als Junger Mann 9 / Toby Darling
Dirk Lange als Morgan / Walter Poole
Wenzel Banneyer als Henry Wilcox
Katja Gaudard als Margaret
Statisterie
Dhia Ben-Hamda, Martin Biederstedt, Elias Dionysos Börner, Erik Enzian, Holger Freund, Isaak Hartig, Henry Helmli, Oliver Klingner, Daniel Korsunski, Luca Kretzschmar, Joachim Krüger, Jonas Hagen Mayer, Mars Milyavsky, Bojan Muzek, Michael Oswald, David Paydar, Miloslav Prusak, Stefan Reichstein, Damian Reuter, Lucas Fridolin Schindler, Rüdiger Tauer, Rico Warmuth
Team
Autor: Matthew López
Regie: Enrico Lübbe
Bühne: Katrin Nottrodt
Kostüme: Sabine Blickenstorfer
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Torsten Buß
Licht: Veit-Rüdiger Griess
Video: Matthias Gruner
Ton: Anko Ahlert, Heribert Weitz
Inspizienz: Ulrich Hänsch
Soufflage: Christiane Wittig
Regieassistenz: Lina Wegner
Bühnenbildassistenz: Sabine Born
Kostümassistenz: Maxi Böhme
Maske: Lena Hofmann, Donka Holecek, Julia Markow
Requisite: Thomas Weinhold
Bühnenmeister: Oliver Nell
Ankleidung: Barbara Gundlach, Swetlana Rheia, Agata-Maria Trofimiak
Kostümhospitanz: Elisabeth Becker
Theaterpädagogische Betreuung: Amelie Gohla





















