Die Verlage SATYR und LEKTORA präsentieren:
Gipfeltreffen der G4
Der Poetry-Slam- und Spoken-Word-Gipfel
Lektora und Satyr, die beiden führenden Verlage für Poetry-Slam und Lesebühnenliteratur Deutschlands, laden ein zum 7. Spoken-Word-Gipfel in die Diskothek des Schauspielhauses und präsentieren vier außergewöhnliche Poet*innen und ihre jüngsten Buchveröffentlichungen.
Mit:
Ole Lucoje (geboren 2000) kommt aus einem Brandenburger Kaff und hat es nach dem Abi zumindest nach Potsdam geschafft. Dort hat er Europäische Medienwissenschaft studiert, besser bekannt als: „Was macht man damit?“ – Nie aufhören zu studieren oder Kleinkünstler werden, was zumindest finanziell so ist, als hätte man nie aufgehört zu studieren. Seither tritt Ole Lucoje als Poetryslammer deutschlandweit auf und hatte 2024 das Glück, Landesmeister von Berlin & Brandenburg zu werden. Kurz darauf stellte er fest, dass man damit aber auch nichts anfangen kann.
In seinem Debüt „Pazifist mit Gewaltfantasien“ (Satyr) stellt Ole keine großen Fragen und beantwortet wahrscheinlich auch keine konkret. Er beschreibt sie – vielleicht. Darüber hinaus neigt er zu schamlosen Untertreibungen. Denn er scheut die klassische Shorty Story ebenso wenig wie knalligen Humor und bekennt: „Fun, Fun Fun, denk, denk, denk. – Schaden kann aktuell beides nicht.“
Aileen Schneider. Oper und Poetry Slam. Zwei Räume, die scheinbar nur sehr wenig Überschneidung haben. Dennoch ist Aileen Schneider seit einigen Jahren in beiden professionell unterwegs. Die preisgekrönte studierte Opernregisseurin, Dramatikerin und Spoken-Word-Poetin ist Grenzgängerin zwischen den Welten, erforscht neue Formen und Formate in beiden Bereichen und hinterfragt dabei das eigene Schaffen kontinuierlich. Was sind die Chancen, was die Probleme der jeweiligen Ansätze? Und wie vereint die Bühne sie letztendlich?
In fünf Akten akkumuliert Aileen eine Textsammlung aus zwei Jahrzehnten Leben für den Live-Moment. Vorhang auf für ganz viel Drama oder einfach nur viel Lärm um nichts? In ihrem Buch „Ich tu so als ob und du tust so als ob du‘s glaubst“ (Lektora) findet man vielleicht keine Katharsis – aber dafür ganz viel Liebe zum gesprochenen Wort und seiner Wirkung.
Sascha Thamm Jahrgang 1973, ist ein aufmerksamer Beobachter der Natur und seiner Mitmenschen. Das Talent zum Schreiben von humoristischen Kurzgeschichten wurde eher zufällig entdeckt. Zum Glück! Viele Lachtränen und Kleinkunstpreise später kann man sagen: Thamm ist eine echte Bereicherung der Comedy- und Kleinkunstszene! Oder, wie sein oft zitierter Nachbar sagen würde: Ein Irrer.
Sind Insektenhotels im Schottergarten so sinnvoll wie ausgewilderte Wisente im Gleisbett der Deutschen Bahn? Kann man bei der Gartenarbeit entspannen, auch wenn der räudige Rasenmäher wieder nicht anspringt? Welche Tücken lauern bei der Wanderung an der Mosel und auf dem Weinfest? All diesen und vielen anderen Fragen widmet sich Sascha Thamm in seinem neuen Buch „Alle einsteigen, der Bambus kommt! Das Beste aus 15 Jahren“ (Lektora). Immer unterhaltsam, saulustig und voll auf die Zwölf.
Johanna Wack sucht im Baumarkt nach dem Urks, sie schreibt Märchen aus der Sicht der Wölfe und stellt sich die Frage, wie eigentlich andere Frauen reagieren, wenn sie Penisfotos geschickt bekommen.
„Mehr Allergien als Freunde (aber das juckt mich nicht)“ (Satyr) ist das lang ersehnte Debüt einer der komischsten Autorinnen Deutschlands. Seit zwanzig Jahren steht Johanna Wack auf den Lese- und Poetry-Slam-Bühnen dieses Landes. Ihre Storys sind wie Sex and the City auf Norddeutsch. Und noch viel mehr. Stets schreibt sie mit Spaß an Selbstironie, hoher Pointendichte und reichlich schwarzem Humor.
Johanna Wack wurde 1979 in Hamburg geboren und hat seitdem keinen Grund finden können, ihren Wohnort zu wechseln. Im Fernsehen trat sie bei der ARD „Ladies Night“ und dem „NDR Comedy Contest“ auf. Sie hat übrigens wirklich mehr Allergien als Freunde. Aber nur, weil sie verdammt viele Allergien hat.
Moderation:
Karsten Strack (Verleger Lektora Verlag), Volker Surmann (Verleger Satyr Verlag)
