Gleich zwei Produktionen des Schauspiel Leipzig gehen dieses Jahr ins Rennen um den renommierten Mülheimer Dramatikpreis! Nominiert sind Anna Behringers Stück „Aufzeichnungen aus einem weißen Zimmer“ (R: Thirza Bruncken) und Lukas Rietzschels „Der Girschkarten“ (R: Enrico Lübbe). Beide kamen in der Diskothek zur Uraufführung.

Für das Schauspiel Leipzig ist es bereits die 9. bzw. 10. Mülheim-Einladung in der Intendanz von Enrico Lübbe. Das Theaterfestival findet vom 16.5. bis 6.6.2026 statt.
Auftragswerk des Schauspiel Leipzig
von Nino Haratischwili
Regie: Enrico Lübbe

28.4. / 20:00 / Diskothek

Klytämnestra beschränkte sich nicht darauf, Tempel und Waisenhäuser zu eröffnen. Sie hat sich erlaubt zu regieren. Die zehn Jahre, die ihr Mann König Agamemnon im Trojanischen Krieg verbrachte. Nun kehrt er zurück als Sieger und verlangt, dass alles wieder ist wie früher. In Nino Haratischwilis neuem Stück prallen der Wunsch nach Veränderung und Sehnsucht nach der Vergangenheit aufeinander, ebenso wie Antike und Gegenwart.
von Yade Yasemin Önder
Regie: Ebru Tartıcı Borchers

30.4., 15.5. / 20:00 / Diskothek

„irgendwo in deutschland“ lebt Lale mit ihren Eltern und ihrem Bruder Lilo. Doch nichts ist normal hier, in dem Land, das für die Familie ein Zufluchtsort ist. Mama, die nicht mehr schreiben darf, verstummt; Papa hält nur mühsam den Anschein von Ordnung aufrecht. Erst als die Couch der Familie zu sprechen beginnt, lösen sich langsam die Mauern um das Erlebte. „Bu sözler bizim“ erzählt in poetischen Bildern von Fluchterfahrung und der Chance, sich der eigenen Geschichte zu stellen.

Die Inszenierung ist auch für Kinder und Jugendliche ab der Mittelstufe gut zugänglich.
von Thomas Köck
Regie: Elsa-Sophie Jach
Auftragswerk des Schauspiel Leipzig

2.5. / 19:30 / Große Bühne, Theatertag
15.5. / 19:30 / Große Bühne
7.6. / 18:00 / Große Bühne

Auf „Es war einmal …“ folgt in der Regel etwas Verheißungsvolles: entweder eine phantastische Erzählung oder ein nostalgischer Blick in ‚die guten alten Zeiten‘. In diesem Sinne konkurrieren hier märchenhafte und politische Figuren um eine eigene Geschichte. So gedeiht vor der Kulisse des deutschen Waldes ein kulturelles Phantasma, das im Lande sortieren will: die Guten ins Töpfchen und
die Schlechten …
Eine Schaueroper

von Raphaela Bardutzky
Künstlerische Mitarbeit: Athena Lange
Regie: Salome Schneebeli

3.5. / 18:00 / Diskothek
31.5. / 15:00 / Diskothek

Aus ihrer kleinen Altbauwohnung in der Morris Street wollen Zoey nicht nur die neuen Eigentümer vertreiben, sondern neuerdings auch noch musizierende Gespenster aus dem 19. Jahrhundert. Von diesen ist ihre Taube Nachbarin Trisha viel weniger geplagt als von den Techno-Bässen aus Zoeys Musikanlage, mit denen sie nachts versucht, die Gespenster zu vertreiben. Eine Schaueroper in deutscher Laut- und Gebärdensprache.
von Leo Meier
Regie: Markus Lerch

Zum letzten Mal: 6.5. / 19:30 / Foyer 1

Einfach mal nur fünf Minuten der Stille und dem Wind im Kornfeld lauschen, den Vögeln im Geäst vielleicht. Dass uns das weiterbringen würde in dieser Welt, darüber sind sich drei Figuren zunächst sehr einig.

Per Zufallsgenerator werden Personen ausgesucht, die unmittelbar nach der Vorstellung von der Bühne, von sich im Bühnenbild sowie von sich und dem Spielensemble Fotos machen können.

📷 Nächste Termine:
· „Der Gott des Gemetzels“ am 14.5.
· „Der Gott des Gemetzels“ am 31.5.
Wolfram Koch & l'Orchestre du Soleil
nach Albert Camus

23.5. / 20:00 / Große Bühne

In einem Parforceritt erzählt Wolfram Koch als Ich-Erzähler die Kindheits-Geschichte des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus. Aufgewachsen in Armut im Algier der 1920er Jahre, entdeckt er durch die Schule eine neue Welt. Die Musik des Orchestre du Soleil liefert den Soundtrack zu diesem Stück über das Abenteuer Bildung.
von William Shakespeare
Fassung & Regie: Adewale Teodros Adebisi

Zum letzten Mal:
9.5. / 19:30 / Große Bühne

Nacheinander stranden sie auf einer entlegenen Insel: erst der gestürzte Herzog von Mailand und später sein machthungriger Bruder. Zudem gibt es die bereits ansässige Bevölkerung, welche durch die Neuankömmlinge unterdrückt wird. Von verschiedenen Warten fragen sich Shakespeares Figuren, welche Herrschaft legitim und gerecht ist. Darum ringen sie mit Worten und Taten, alle an einem Ort zusammengewürfelt durch den titelgebenden Sturm.

22.5. / 20:00 / Große Bühne

„Searching for William“ ist eine Mischung aus Konzert und Theater, Installation und Hörspiel auf den Spuren Shakespeares. Im Mittelpunkt steht die Experimentierfreude, altes Englisch mit moderner Popmusik zu verbinden. Sänger und Schauspieler Christian Friedel widmet sich neben den Songs auch Monologen und Texten aus verschiedenen Stücken Shakespeares.