Seit 1965 wird den Studierenden am Schauspielinstitut der HMT Leipzig in Partnerschaft mit dem Schauspiel Leipzig eine besondere, deutschlandweit einmalige Ausbildungsform angeboten: Nach dem zweijährigen Grundstudium werden die Schauspielstudierenden in den letzten beiden Jahren ihrer Ausbildung im sogenannten Studio Leipzig in der Praxis weiter ausgebildet, bevor sie dann ihren Master als SchauspielerInnen erhalten. Sie wirken an Produktionen innerhalb des Repertoires mit, erhalten Unterricht von ihren erfahrenen EnsemblekollegInnen, erarbeiten eigene kleine Programme und präsentieren sich mit einer eigenen Produktion, der Studioinszenierung. Geleitet wird das Studio Leipzig des Schauspielinstituts, das seit 2009 wieder nach „Hans Otto“ benannt ist, von Schauspielerin Anna Keil und Dramaturg Matthias Döpke.

Die acht Studierenden des neuen Studios präsentieren sich regelmäßig auf unterschiedlichen Bühnen — aber immer wieder unter dem Titel „Studio“ — mit ihren Szenen- und Monologstudien, Studioabenden oder mit kleinen szenischen Arbeiten und musikalischen Projekten.

Höhepunkt des ersten Ausbildungsjahres im Studio Leipzig ist dann die Premiere der Studioinszenierung in der Diskothek im Frühjahr 2019. Unter Anleitung renommierter SchauspielerInnen, die ebenfalls im Regiefach tätig sind, oder erfahrener RegisseurInnen entwickeln die Studierenden diese Produktion, die beim Theatertreffen deutschsprachiger Schauspielstudierender gezeigt werden kann. In den letzten Jahren führten Bruno Cathomas („Eigentlich schön“ von Volker Schmidt) und Anita Vulesica („Birdland“ von Simon Stephens) Regie, in dieser Spielzeit findet die Studioinszenierung in der Regie von Miguel Abrantes Ostrowski statt, ehemals selbst Schauspielstudent der HMT Leipzig.