Gut Gemacht!
– Eine Versuchsanordnung über Werteverschiebung
Wie entstehen Urteile, und wie verändern sich Normen im gesellschaftlichen Wandel? „Gut Gemacht!“ bricht Wertesysteme auf und macht sichtbar, wie sich Künstler*innen die Regeln der Kunst aneignen, sie austesten und ad absurdum führen. In einer gespielten Gerichtssituation bewohnen die vier befreundeten Choreograph*innen Werke jenseits von gut und schlecht — mit Tanz, Tutorials, Schauspielszenen und autobiographischen Liedern.
„Gut Gemacht!“ entfaltet sich in der visuellen Installation von Nadia Lauro, einem überdimensionalen Billardtisch, der zum Spielfeld für ein dichtes Geflecht aus Referenzen wird — von Bauchrednerei bis Stummfilm. Dabei beziehen sich Baehr, Flierl, Heisig und Sobottke auf künstlerische Arbeiten, die sich gängigen Maßstäben entziehen und jenseits von gut und schlecht existieren. So erscheint Kurt Schwitters’ „Ursonate“ in einer bewusst „schlecht entsinnten“ Version, Claire Vivianne Sobottke singt ein Lied der schönsten Frau West-Berlins, Tabea Blumenschein, aus Ulrike Ottingers Film „Bildnis einer Trinkerin“; das Quartett performt „Die Schuldstruktur“ der Band „Die Tödliche Doris“ als stumme Gesangsperformance zur Schallplatte. In einer Serie von Szenen eignet sich die Gruppe das Äquivalenzprinzip des Fluxus-Künstlers Robert Filliou an und testet Tutorials sowie Schauspielszenen als „gut“, „schlecht“ oder „nicht gemacht“. Historische Materialien treffen auf autobiographisch gewachsene Diskurse — so greift das Quartett den „Veitstanz/Feixtanz“ von Gabriele Stötzer (Erfurt, DDR) auf und verwebt diesen mit eigenen Erfahrungen. Diese Werke stehen als Fragezeichen im Raum: Wie ändert sich unser Blick, wenn sich Gesellschaft, Technologie und Produktionsbedingungen verschieben?
Aus Affinität und langjähriger Freundschaft entstand der Wunsch, in der Konstellation eines temporären Kollektivs mit geteilter Autor*innenschaft zusammenzuarbeiten. 2006 bereisten Claire und Hermann mit der „Randshow“ Peripherien zwischen Berlin und Kopenhagen. Jule und Claire begegnen sich seit 2009 in ihrer Praxis durch eine Obsession mit dem Verhältnis von Stimme und Tanz, die sie in diversen Zusammenarbeiten untersuchen, u.a. in ihrem Duett „Happiness is a war..m gun“ (2009) und in „Celestial Sorrow“ (2018) von Meg Stuart/Damaged Goods. Antonia und Jule entwickelten 2020-2022 das Duett „Die Hörposaune“ als Film und Liveperformance in einer visuellen installation von Nadia Lauro. Gemeinsam initiierten Jule und Hermann 2021 „Fortuna Wetten“, einen nicht - institutionellen Raum in Berlin. Bei dem Glücksspielevent „Wheel of Fortuna“ performten Antonia, Hermann und Jule 2023 eine Hommage an die Tödliche Doris.
„Gut Gemacht!“ entfaltet sich in der visuellen Installation von Nadia Lauro, einem überdimensionalen Billardtisch, der zum Spielfeld für ein dichtes Geflecht aus Referenzen wird — von Bauchrednerei bis Stummfilm. Dabei beziehen sich Baehr, Flierl, Heisig und Sobottke auf künstlerische Arbeiten, die sich gängigen Maßstäben entziehen und jenseits von gut und schlecht existieren. So erscheint Kurt Schwitters’ „Ursonate“ in einer bewusst „schlecht entsinnten“ Version, Claire Vivianne Sobottke singt ein Lied der schönsten Frau West-Berlins, Tabea Blumenschein, aus Ulrike Ottingers Film „Bildnis einer Trinkerin“; das Quartett performt „Die Schuldstruktur“ der Band „Die Tödliche Doris“ als stumme Gesangsperformance zur Schallplatte. In einer Serie von Szenen eignet sich die Gruppe das Äquivalenzprinzip des Fluxus-Künstlers Robert Filliou an und testet Tutorials sowie Schauspielszenen als „gut“, „schlecht“ oder „nicht gemacht“. Historische Materialien treffen auf autobiographisch gewachsene Diskurse — so greift das Quartett den „Veitstanz/Feixtanz“ von Gabriele Stötzer (Erfurt, DDR) auf und verwebt diesen mit eigenen Erfahrungen. Diese Werke stehen als Fragezeichen im Raum: Wie ändert sich unser Blick, wenn sich Gesellschaft, Technologie und Produktionsbedingungen verschieben?
Aus Affinität und langjähriger Freundschaft entstand der Wunsch, in der Konstellation eines temporären Kollektivs mit geteilter Autor*innenschaft zusammenzuarbeiten. 2006 bereisten Claire und Hermann mit der „Randshow“ Peripherien zwischen Berlin und Kopenhagen. Jule und Claire begegnen sich seit 2009 in ihrer Praxis durch eine Obsession mit dem Verhältnis von Stimme und Tanz, die sie in diversen Zusammenarbeiten untersuchen, u.a. in ihrem Duett „Happiness is a war..m gun“ (2009) und in „Celestial Sorrow“ (2018) von Meg Stuart/Damaged Goods. Antonia und Jule entwickelten 2020-2022 das Duett „Die Hörposaune“ als Film und Liveperformance in einer visuellen installation von Nadia Lauro. Gemeinsam initiierten Jule und Hermann 2021 „Fortuna Wetten“, einen nicht - institutionellen Raum in Berlin. Bei dem Glücksspielevent „Wheel of Fortuna“ performten Antonia, Hermann und Jule 2023 eine Hommage an die Tödliche Doris.
Im Anschluss an die Premiere spielt die Punkband „Binninger Birne“ mit Luise Meier.
mehr anzeigen
luhze
„spielfreudiges und eigensinniges Theaterstück“
LVZ
„In Anspielung an den Fluxus-Künstler Robert Filliou lotet „Gut Gemacht!“ spielfreudig die Regeln der Kunst aus. [...] Eine Art Gerichtssitzung als Rahmen, um über Urteilskriterien und Maßstäbe zu verhandeln, ist klug gesetzt.“
nachtkritik
„Auf einer Bühne, die einer gigantischen Billardplatte nachempfunden ist, spielen die vier Performenden "eine Partie mit oder gegen die Regeln der Kunst", trommeln, flöten, klettern, schmettern, strippen, zitieren und collagieren sich durch den Abend.“
Premiere am 17. Dezember 2025
Residenz in der Spinnerei
Residenz in der Spinnerei
Team
in einer visuellen Installation von: Nadia Lauro
Konzept: Antonia Baehr & Jule Flierl
Lichtdesign: Eduardo Abdala
Produktion: Alexandra Wellensiek (make up productions)
Projektassistenz: Izzy Collie-Cousins
Technische Leitung: Catalina Fernandez
Eine Koproduktion von Residenz Schauspiel Leipzig (DE), HAU Hebbel am Ufer, Berlin (DE), Les Bazis (St.-Croix-Volvestre) mit Unterstützung des Marie-Thérèse Allier Stiftungsfonds für Zeitgenössische Kunst (F).
Gefördert durch: Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Mit freundlicher Unterstützung von theaterhaus Berlin, Studio 2.2
Dank an:
Wolfgang Müller
Käthe Kruse
Gabriele Stötzer
Loïc Varanguien de Villepin und das ganze Team von Les Bazis
Maryse Mira
Anne Zacho Søgaard
Die Teilnehmenden des Field Project Workshops „The Ambition of Failing“ bei Impulstanz Wien 2024
Mit freundlicher Unterstützung von theaterhaus Berlin, Studio 2.2
Dank an:
Wolfgang Müller
Käthe Kruse
Gabriele Stötzer
Loïc Varanguien de Villepin und das ganze Team von Les Bazis
Maryse Mira
Anne Zacho Søgaard
Die Teilnehmenden des Field Project Workshops „The Ambition of Failing“ bei Impulstanz Wien 2024









