Bernarda Albas Haus
Nachdem ihr Mann unter die Erde gebracht ist, verhängt Bernarda Alba eine achtjährige Trauerzeit über ihr Haus und schließt Fenster und Türen. Ihre fünf erwachsenen Töchter werden von der Außenwelt abgeschnitten. Das Dorfleben wird aus dem Haus ausgesperrt. Doch die Angst vor Gerede wird dadurch nur noch größer.
Im Dorf scheint sich Ungeheuerliches zwischen Männern und Frauen abzuspielen. Im Haus beginnen die Schwestern an ihrer Aussteuer zu nähen, ohne daran zu glauben, dass sie jemals heiraten werden — bis auf Angustias, die Älteste von ihnen. Nach dem Tod des Vaters erbt sie dessen Vermögen. Pepe el Romano will um ihre Hand anhalten und weckt nicht nur bei ihr neue Begierden.
Mit der Unterdrückung und der Rivalität wächst im Haus auch der Durst nach Sinnlichkeit und Berührung, die Sehnsucht nach Liebe, der Wunsch nach Freiheit und einem Leben jenseits der Mauern. Das Verlangen staut sich an, wird kompromisslos und bedrohlich, bäumt sich auf, um das System zu sprengen.
Federico García Lorca vollendete „Bernarda Albas Haus“ 1936 kurz vor seiner Ermordung durch Faschisten zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs. Es ist nicht nur sein letztes, sondern wohl auch sein radikalstes Theaterstück. Symbolisch verdichtet erzählt dieses „Drama von den Frauen in Spaniens Dörfern“ sehr konkrete Schicksale und legt dabei zeitlose Zusammenhänge frei. Wo akzeptieren wir Regeln, die uns schützen sollen? Wann beginnt dieses Regelwerk uns zu ersticken? Wer profitiert von einem System, das Ordnung über Lebendigkeit stellt? Welche Sehnsüchte werden unterdrückt, pathologisiert, moralisch sanktioniert? Und wem wird ein selbstbestimmtes Leben gewährt?
Salome Schneebeli und ihr Team widmen sich dem Kosmos von Bernarda Albas Haus in einer choreographischen Inszenierung auf der Großen Bühne. Schneebeli arbeitete international als Tänzerin, Performerin und Choreographin an zahlreichen Häusern. Als Regisseurin inszenierte sie zuletzt u. a. am Staatstheater Nürnberg und nun bereits zum vierten Mal am Schauspiel Leipzig. Gemeinsam mit Heta Multanen und Demian Wohler bildet sie das Kollektiv „Das morphologische Institut“.
Im Dorf scheint sich Ungeheuerliches zwischen Männern und Frauen abzuspielen. Im Haus beginnen die Schwestern an ihrer Aussteuer zu nähen, ohne daran zu glauben, dass sie jemals heiraten werden — bis auf Angustias, die Älteste von ihnen. Nach dem Tod des Vaters erbt sie dessen Vermögen. Pepe el Romano will um ihre Hand anhalten und weckt nicht nur bei ihr neue Begierden.
Mit der Unterdrückung und der Rivalität wächst im Haus auch der Durst nach Sinnlichkeit und Berührung, die Sehnsucht nach Liebe, der Wunsch nach Freiheit und einem Leben jenseits der Mauern. Das Verlangen staut sich an, wird kompromisslos und bedrohlich, bäumt sich auf, um das System zu sprengen.
Federico García Lorca vollendete „Bernarda Albas Haus“ 1936 kurz vor seiner Ermordung durch Faschisten zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs. Es ist nicht nur sein letztes, sondern wohl auch sein radikalstes Theaterstück. Symbolisch verdichtet erzählt dieses „Drama von den Frauen in Spaniens Dörfern“ sehr konkrete Schicksale und legt dabei zeitlose Zusammenhänge frei. Wo akzeptieren wir Regeln, die uns schützen sollen? Wann beginnt dieses Regelwerk uns zu ersticken? Wer profitiert von einem System, das Ordnung über Lebendigkeit stellt? Welche Sehnsüchte werden unterdrückt, pathologisiert, moralisch sanktioniert? Und wem wird ein selbstbestimmtes Leben gewährt?
Salome Schneebeli und ihr Team widmen sich dem Kosmos von Bernarda Albas Haus in einer choreographischen Inszenierung auf der Großen Bühne. Schneebeli arbeitete international als Tänzerin, Performerin und Choreographin an zahlreichen Häusern. Als Regisseurin inszenierte sie zuletzt u. a. am Staatstheater Nürnberg und nun bereits zum vierten Mal am Schauspiel Leipzig. Gemeinsam mit Heta Multanen und Demian Wohler bildet sie das Kollektiv „Das morphologische Institut“.
Zusatzhinweise zu sensiblen Inhalten in „Bernarda Albas Haus“ finden Sie hier.
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Premiere am 16. Oktober 2026
Große Bühne
Große Bühne
Spieldauer
2:15, eine PauseBesetzung
Anne Cathrin Buhtz als Bernarda Alba
Katja Gaudard als Maria Josefa, Bernardas Mutter
Vanessa Czapla als Angustias, Bernardas Tochter
Pauline Malkowski als Magdalena, Bernardas Tochter
Alana Lu Wendsche als Amelia, Bernardas Tochter
Paulina Bittner als Martirio, Bernardas Tochter
Emmeline Puntsch als Adela, Bernardas Tochter
Bettina Schmidt als La Poncia, Prudencia
Lilli Schnabel als Magd
Statisterie
Sabine Brückner, Elea Edelmann, Uta Friedrich, Stefanie Garbade, Birgit Morkramer, Sarka Prusak, Miriam Schajka, Käthe Sommerschuh als trauernde Frauen (alternierend)
Team
Regie & Choreographie: Salome Schneebeli
Bühne: Demian Wohler
Kostüme & Video: Heta Multanen
Musik: Janos Mijnssen
Dramaturgie: Matthias Döpke
Licht: Jörn Langkabel
Videotechnik: Kai Schadeberg
Ton: Gregory Weis
Inspizienz: Luisa Rubel
Soufflage: Ditte Trischan
Regieassistenz: Lara-Chayenne Zwickert
Bühnenbildassistenz: Rayén Zapata-Gundermann
Kostümassistenz: Elsa Zulauf
Maske: Cordula Kreuter, Ann Müller, Barbara Zepnick
Requisite: Steffen Schädel-Mechsner
Bühnenmeister: Julius Besen
Ankleidung: Simone Heinzel, Weerasak Karnchuang, Swetlana Rheia
Gesang & Mitarbeit Musik: Xenia Wiener
Regie- & Dramaturgiehospitanz: Joey Günther
Bühnenbildhospitanz: Milena Krupka
Kostümhospitanz: Merle Brever
Theaterpädagogische Betreuung: Amelie Gohla

















