Egozentrik und Gesellschaft. Wie modern ist Faust?

Dr. Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) im Gespräch mit Prof. Heinz Bude und Prof. Anne Bohnenkamp-Renken
Die Expertengespräche der Spielzeit 2018/19 haben ausgehend vom Spielzeitmotto die aktuelle „FAUST“-Inszenierung im Blick.
Die Inszenierung des „FAUST“ widmet sich der Gegenüberstellung des Einzelnen und der Gesellschaft, Fragen von Konvention und Individuum.
Das Motto der Spielzeit, „ICH ICH ICH ICH ICH“, gilt einer lauter werdenden Gesellschaft in einer Zeit, in der Selbstverwirklichung rücksichtsloser, umfassender ausgelebt wird als zuvor. Konzepte eines radikalen Individualismus prägen die Arbeitswelt, Familienverhältnisse und Politik. Es sieht so aus, als müsste man sich selbst verwirklichen, als gäbe es keine andere Wahl. Was bringt uns dazu? Und kann man dem Zwang zum Besonderen entfliehen?

Wie verhält sich der Einzelne zur Gemeinschaft? Wo entsteht Unzufriedenheit, und welche Kräfte setzt sie frei? Darüber diskutiert nach der Vorstellung „Faust“ Dr. Jens Bisky (Süddeutsche Zeitung) mit dem Soziologen Prof. Heinz Bude. Zu Gast ist auch die Germanistin Prof. Anne Bohnenkamp-Renken, Leiterin der historisch-kritischen Edition des „Faust“-Textes. Ihre Arbeit nimmt in den Blick, wie Goethes langer Schreibprozess auf große gesellschaftlichhistorische Umbrüche der Zeit reagiert und das Drama Fragestellungen der Moderne und Themen der Gegenwart entwickelt. Eintritt frei  
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https://www.schauspiel-leipzig.de Schauspiel Leipzig Bosestraße 1, 04109 Leipzig
Sa, 02.02. 21:30
Expertengespräch
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Eintritt frei
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