The Juliet Duet

Erna Ómarsdóttir (Reykjavík) / Halla Ólafsdóttir (Stockholm) / Artists in Residence
„The Juliet Duet“ ist eine Tanzperformance, die von einer früheren Zusammenarbeit der beiden isländischen Choreographinnen Erna Ómarsdóttir und Halla Ólafsdóttir für das Ballettstück „Romeo und Julia“ am Gärtnerplatztheater in München inspiriert ist.

Für „The Juliet Duet“ fokussieren sie nun ganz auf die Figur Julia. Sie tanzen selbst und setzen anstelle der ganz großen Inszenierung auf die unmittelbare Begegnung mit dem Publikum. Die beiden Julias wandern als zwei liebeskranke Teenager, als zwei Tänzerinnen in den Wechseljahren, als zwei unterirdische Nymphen, als zwei Freundinnen und als zwei Liebende über die Bühne. Sie tanzen zu alten Worten. Ihr Tanz bewegt die Worte über die Bühne und fegt die Vergangenheit wie ein Staubbündel weg. Gemeinsam werden sie zur Poesie. Choreographie und Musik werden eins, und die Stimme wird zu einem unsichtbaren Körper im Raum, der durch seinen blutigen Tanz süße Geheimnisse flüstert. „The Juliet Duet“ verwendet die Sprache des klassischen Balletts, seine Technik, Komposition und Darstellungsformen, und verschmilzt sie mit Aerobic, Schreipraktiken, Hexerei, angereichert mit Elementen der Haushaltsführung, prothetischen Körperteilen, Haaren, falschem Blut, Schweiß, Tränen und Liebe. Sergej Prokofjews Partitur aus den 1930er Jahren wird kontrastiert mit eigens angefertigten Kompositionen des amerikanischen Noise- und Industrial-Musikers Stephen O’Malley.

Stop in the name of love — This is dance fiction!


www.shalala.is
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Premiere am 28. September 2022

Team

Choreographie und Performance: Erna Ómarsdóttir, Halla Ólafsdóttir
Bühnenbild: Chrisander Brun
Sounddesign und Video: Valdimar Jóhann
Musik: Stephen O’Malley, Sergei Prokofiev