Bernd-Michael Baier
Bernd-Michael Baier
Pina Bergemann
Pina Bergemann
Matthias Hummitzsch
Matthias Hummitzsch
André Willmund
André Willmund

Othello

von William Shakespeare
Othello, der Held Venedigs, bringt inmitten der Kriegswirren gegen die Türken seine schöne Frau Desdemona um. Und Auslöser war ein seidenes Taschentuch. Entgegen allen Erwartungen beförderte Othello den befreundeten, aber unerfahrenen Cassio zum Leutnant, nicht seinen Fähnrich Jago, der daraufhin eine tödliche Intrige spinnt: Mittels des Taschentuchs bringt er Desdemona in den Verdacht, Othello mit seinem Leutnant Cassio betrogen zu haben. Von seiner nichtsahnenden Frau Emilia erhält Jago das verhängnisvolle Taschentuch, der nach Desdemona schmachtende Rodrigo wird in seinen Händen zur Waffe gegen Cassio und Othello verfällt dem Eifersuchtswahn, was Desdemona am Ende mit dem Leben bezahlt.

In William Shakespeares „Othello“ (1603/04), der großen Tragödie über den Schmerz, der aus der Liebe kommt, bestimmt die Dualität zwischen Othellos innerem Kampf mit der steigenden Qual und Jagos gnadenlosem Hetzen die unglaubliche Intensität der Handlung. Auf der einen Seite der Fremde, der heldenhafte General, den die vermeintliche Untreue Desdemonas wie der Zusammenbruch der Weltordnung überkommt, die er durch den, fast rituellen, Mord wiederherzustellen versucht. Ihm gegenüber Shakespeares schillerndste „Vice“-Figur, der personifizierte Teufel Jago, der das Böse um des Bösen willen in den verschiedensten Spielarten betreibt und als kalter Manipulator den ihm verhassten Othello zu Grunde richtet.

Für Regisseur Christoph Mehler ist „Othello“ wie eine Geisterbahn der Gedanken, in der die Abgründe der menschlichen Seele ausgelotet werden, als wären alle Figuren mit ihren egoistischen Absichten Teil eines finsteren Alptraums, platziert von Jago als fratzenhafte Erscheinungen in Othellos Gehirn, hervorgerufen durch die dunkle Seite der Liebe – die Eifersucht.
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Pressestimmen

Mitteldeutsche Zeitung
„Der Othello von André Willmund ist beängstigend überzeugend in seinem Wahn, der ihn zum Mörder werden lässt. (…) Und Mathis Reinhardt ist als Wunderling Jago, den man angewidert und fasziniert betrachtet, eine Wucht. (…) Eine gelungene, weil mitreißende Deutung des Dramas durch Christoph Mehlers.“
Sächsische Zeitung
„Lübbe hat ein junges Team an den Stoff gelassen, was schon mal Bekenntnis an sich ist. Hier will sich keiner sagen lassen, er würde die verlorenen Zuschauer mit altbackenen Inszenierungen zurückholen wollen.“
Premiere am 3. Oktober 2013

Spieldauer

ca. 1:45

Besetzung

Bernd-Michael Baier, Pina Bergemann, Matthias Hummitzsch, Hartmut Neuber, Felix Axel Preißler, Mathis Reinhardt, Annett Sawallisch, André Willmund

Team

Regie: Christoph Mehler
Regie Mitarbeit: Christina Zintl
Bühne: Nehle Balkhausen
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Oliver Urbanski
Dramaturgie: Matthias Huber
Licht: Ralf Riechert

Trailer