Hamlet

Gastspiel Schauspielhaus Bochum
von William Shakespeare
mit Auszügen aus „Die Hamletmaschine“ von Heiner Müller
Bearbeitung von Jeroen Versteele
// Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2020
König Hamlet ist tot. Er hinterlässt seine Frau Gertrud und seinen Sohn Hamlet, den er als Geist heim-sucht. Er verrät ihm, dass er von seinem Bruder Claudius vergiftet worden sei, und ruft den jungen Hamlet auf, seiner zu gedenken und ihn zu rächen. Der muss von nun an mit dem Auftrag seines Vaters und mit den Zweifeln an der Aufrichtigkeit seines höfischen Umfelds leben. Was spielen ihm sein Onkel, der das Regiment im Staat Dänemark von seinem Vater übernommen hat, und seine Mutter, die ihren ehemaligen Schwager geheiratet hat, vor? Hamlet tut sich schwer, sich in die neue Ordnung einzufügen. Den Hof verlassen, wie Laertes, der Bruder seiner Freundin Ophelia es tut, darf und will er nicht. Hamlet will seinen Onkel zur Aufklärung zwingen, obwohl dieser mit der brisanten politischen Lage Dänemarks andere Sorgen hat.

Hamlets Jugendfreunde Rosenkrantz und Guildenstern sollen ihn bespitzeln und herausfinden, was ihn verstört. Auch Polonius, der königliche Ratgeber, versucht, Hamlets Zustand auf den Grund zu gehen. Er setzt dazu seine Tochter Ophelia ein. Hamlet wiederum konfrontiert seinerseits den Hof mit dessen Verlogenheit. Dennoch zögert er, den Racheauftrag seines Vaters in die Tat umzusetzen. Es kommt zur Auseinandersetzung zwischen ihm und seiner Mutter, wobei er den lauschenden Polonius umbringt.

Hamlet wird daraufhin von Claudius nach England geschickt, wo er umgebracht werden soll. Er durch-schaut jedoch den Mordplan und schafft es, den Spieß umzudrehen und seine ehemaligen Freunde hinrichten zu lassen. Er kehrt nach Dänemark zurück und trifft auf zwei Totengräber. Sie schaufeln ein Grab für Ophelia, die im Fluss ertrunken ist. Auch Laertes ist heimgekehrt. Angestachelt von Claudius, fordert er Hamlet zum Duell heraus, um sich für den Tod seines Vaters und Ophelias zu revanchieren. Obwohl er Verständnis für Hamlets Position zeigt, kämpft er mit einer vergifteten Degenspitze. Zudem hat Claudius vergifteten Wein bereitgestellt, der versehentlich von Gertrud getrunken wird. Im Duell kommen Laertes, Claudius und letztlich auch Hamlet um. Auf dem Rückweg aus Polen macht der nor-wegische Prinz Fortinbras beim Anblick der Toten halt. Er ist gekommen, um alte Rechte einzufordern, und wird der neue Machthaber.

Für ihre Rolle als Hamlet in Simons’ Inszenierung erhielt Sandra Hüller 2019 den Gertrud-Eysoldt-Ring und wurde in der Kritikerumfrage des Fachmagazins Theater heute zur Schauspielerin des Jahres gewählt.

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Gastspiel des Schauspielhaus Bochum
22. & 23. März 2024

Große Bühne


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Spieldauer

ca. 2:30, eine Pause

Besetzung

Sandra Hüller als Hamlet
Stefan Hunstein als Claudius
Mercy Dorcas Otieno als Gertrud
Bernd Rademacher als Polonius
Dominik Dos-Reis als Laertes
Gina Haller als Ophelia
Konstantin Bühler als Rosencrantz
Victor IJdens als Guildenstern
Alexander Wertmann als Fortinbras
Jing Xiang als Totengräber 1
Ann Göbel als Totengräber 2
Mieko Suzuki / Lukas Tobiassen als Musiker*in

Team

Textfassung: Jeroen Versteele
Bühne & Kostüme: Johannes Schütz
Musik: Mieko Suzuki
Mitarbeit Musik und Sounddesign: Lukas Tobiassen
Klangregie: Will-Jan Pielage
Lichtdesign: Bernd Felder
Dramaturgie: Jeroen Versteele
Mitarbeit Dramaturgie: Felicitas Arnold

Trailer