zwei herren von real madrid

Achtsamkeit ist eine Tugend, die in allen Lebenssituationen Anwendung finden darf. Das gilt auch im öffentlichen Raum und im Berufsleben. Im Sport, insbesondere im Fußball, mögen große Emotionen öfter hochkochen als im allgemeinen Durchschnittsalltag. Aber selbst Profifußballer sind Menschen, die in ihrem Leben darauf angewiesen sind, dass ihnen höflich, mitunter behutsam begegnet wird.

Von dem Glücksfall, dass die Aufmerksamkeit für Bedürfnisse und Belange des Gegenübers als wechselseitige Praxis erfahren wird, erzählt die zufällige Begegnung zweier Herren irgendwo im Wald. Der eine ist Stürmer, der andere Mittelfeldspieler. Sie kommen ins Gespräch über die ewige Angst vor dem Sterben und über Pokale. Und sie stellen fest: Beide spielen bei Real Madrid. Was für ein herrlicher Zufall!

Und weil sie einander so sympathisch finden und der Mittelfeldspieler an Weihnachten noch nichts vorhat, lädt ihn der Stürmer zu sich und seinen Eltern ein. Diese schließen den neuen Freund ihres Sohnes sofort ins Herz, zumal sie überhaupt keine Zweifel daran hegen, dass es sich hier um mehr als nur um Freundschaft handelt. Ob und wie sich der Beziehungsstatus zwischen den beiden definieren lässt, wird zumindest die Mutter des Stürmers nicht mehr erfahren: Das selbst gebackene Bananenbrot, das der Mittelfeldspieler zum Weihnachtsfest mitbringt, führt zu einem allergischen Schock und ihrem frühzeitigen Ableben. „Sie war wohl einfach zu höflich, um nein zu sagen.“ Dafür bietet sich im Rahmen der Begräbnisfeier Gelegenheit für ein entspanntes Wiedersehen voller Empathie, ehe auf dem Vereinsgelände der Ernst des Lebens weitergeht.

Mit feinsinnigem Humor erschafft Leo Meier eine Welt, in der höfliche Profifußballer mit ihrem Drachen zum Training geflogen kommen, Sergio Ramos ergreifend über die Vergänglichkeit des Lebens philosophiert und auch Sport-Stars unaushaltbar normale Weihnachtsfeiern erleben.

Leo Meier studierte Theaterwissenschaft und Philosophie in Bochum sowie Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste. Für sein Abschlussstück „Tote gehen nicht ins Kino“ wurde er mit dem Folkwang-Preis ausgezeichnet. Er gastierte u. a. am Schauspielhaus Bochum und Schauspielhaus Hamburg und ist in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.

Die „zwei herren von real madrid“ werden inszeniert von Albrecht Schroeder, der seit 2020 am Schauspiel Leipzig als Regieassistent engagiert ist. Erste eigene Inszenierungen entstanden u. a. während seiner Zeit als Regieassistent am Mainfranken Theater Würzburg. Die Bühne und die Kostüme werden entworfen von Pascal Seibicke, der an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Katrin Brack studiert und u. a. an der Staatsoper Hamburg, am Staatstheater Wiesbaden, Mainfranken Theater Würzburg und Staatstheater Darmstadt gearbeitet hat.
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Pressestimmen

LVZ
„Die Inszenierung zerlegt genüsslich die Scheinheiligkeit des Profi-Fußballs [...]. Dazu entwerfen Schroeder und das Ensemble einen überraschenden, mit aus der Zeit gefallener Höflichkeit durchdrungenen Gegenentwurf.“
MDR Kultur
„Tolle Schauspieler, mit sicherer Hand geführt von Regisseur Albrecht Schroeder, der seinen Spielplan vom Anpfiff bis zur 90 Minute perfekt geplant und umgesetzt hat."
Premiere am 27. Januar 2023

Nächste Termine

https://www.schauspiel-leipzig.de Schauspiel Leipzig Bosestraße 1, 04109 Leipzig
Fr, 17.02. 20:00 — 21:30
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Zur Zeit gibt es keine Karten im Onlineverkauf.
Es können trotzdem kurzfristig Karten zur Verfügung stehen. Bitte versuchen Sie es später nochmals oder wenden Sie sich an unsern Besucherservice unter 0341 / 12 68 168.
Mit etwas Glück gibt es auch Restkarten an der Abendkasse.
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So, 26.02. 20:00 — 21:30
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Sa, 04.03. 20:00 — 21:30
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So, 26.03. 20:00 — 21:30
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Spieldauer

ca. 1:30, keine Pause

Besetzung

Denis Grafe als Stürmer
Matthis Heinrich als Mittelfeldspieler
Annett Sawallisch als Mutter / Paterin
Markus Lerch als Sven
Katharina Schmidt als Cousine / Pressesprecherin
Wenzel Banneyer als Sergio Ramos
Leonard Meschter als Bananenbrot

Team

Bühne und Kostüme: Pascal Seibicke
Dramaturgie: Matthias Döpke
Licht: Thomas Kalz
Ton: Alexander Nemitz
Theaterpädagogische Betreuung: Amelie Gohla

Erweitertes Team

Videotechnik: Gabriel Arnold
Inspizienz: Thomas Urbaneck
Soufflage: Philine von Engelhardt
Regieassistenz: Theresa Schwarzkopf
Bühnenbild- & Kostümassistenz: Ragna Hemmersbach, Rayén Zapata-Gundermann
Maske: Norbert Ballhaus, Anja Engert, Ute Markow
Requisite: Steffen Schädel-Mechsner
Bühnenmeister: Mattheo Fehse